Systemische Familiendialoge
Wenn Verbindung schwierig ist
Zwischen Eltern und erwachsenen Kindern kann viel Liebe sein – und gleichzeitig Spannung, Rückzug oder Sprachlosigkeit.
Oft wurde das, was wirklich wehgetan hat, nie ganz gehört oder verstanden.
Dann bleibt etwas offen und wirkt weiter, auch wenn alle längst erwachsen sind.
Im Familiendialog (nach E. Post) entsteht ein geschützter Raum,
in dem sich Eltern und ihre erwachsenen Kinder einfühlsam begegnen können.
Ich begleite euch ehrlich und liebevoll dabei, in einen echten und achtsamen Kontakt zu kommen.
Dabei haben sowohl alte Verletzungen Raum, als auch gemeinsame Ressourcen.
Der Systemische Familiendialog besteht aus 3-5 Treffen von ca. 1,5 Stunden zu dritt.
Eltern können ihrem erwachsenem Kind zuhören, ohne sich rechtfertigen zu müssen – und erleben, wie sich die Beziehung entspannt.
Erwachsene Kinder werden mit ihren Gefühlen gesehen und gehört – dadurch kann sich innerlich vieles lösen und Nähe entstehen.
Festgefahrene Dynamiken lösen sich – und neue Klarheit, Nähe und Verbindung zwischen euch wird möglich.
Liebes erwachsenes Kind,
wie fühlst Du Dich, wenn Du mit Deiner Mutter oder Deinem Vater zusammen bist oder an sie denkst? Fühlt es sich manchmal angespannt an oder entsteht Distanz zwischen Euch? Kannst Du entspannt da sein oder strengst Du Dich an, verstellst dich und hältst Gefühle zurück? Wünschst Du Dir eine offene, herzliche Verbindung zu Deinen Eltern?
Liebe Mama, lieber Papa,
wie fühlst Du Dich im Zusammensein mit Deinem Kind? Fühlt es sich manchmal angespannt an und Du weißt nicht genau, warum? Weicht Dein Kind Dir aus oder vermeidet den Kontakt und Du kannst es Dir nicht erklären? Plagen Dich Schuldgefühle, weil Du manches heute anders machen würdest? Wünschst Du Dir eine entspannte, herzliche Verbindung zu Deinem Kind?
Als erwachsenes Kind
bekommst Du den Raum, deine Verletzungen der Kindheit anzusprechen, die bis heute schmerzen und wirken und ich unterstütze Dich dabei, aus deiner Verletzlichkeit und nicht aus der Wut heraus zu sprechen, damit Deine Mutter oder Dein Vater dich hören und liebevoll auf Dich eingehen kann, damit das, was Du schon lange mit Dir herum trägst, in den Frieden kommen kann zwischen Euch.
Als Mutter oder Vater
bist du vielleicht unsicher, warum dein Kind bedrückt wirkt oder warum es Dir mit Distanz oder Wut begegnet? In den geführten Dialogen erhältst Du Unterstützung dabei, ganz Ohr für dein Kind zu sein, damit es sich traut, dir von seinen verletzlichen Momenten zu erzählen. Oft hilft allein dein Zuhören, Eure Herzverbindung wieder fließen zu lassen. Du bekommst Gelegenheit, deinem Kind zu erzählen, was du ihm vielleicht so noch nie gesagt hast und was für dein Kind wichtig sind.
Viele Spannungen in Familien bleiben bestehen, weil das, was wirklich wehgetan hat, oft keinen Raum bekommen hat, gehört und verstanden zu werden.
Im Familiendialog entsteht Raum
für genau das.
Als Kind:
wirst du mit deinem Erleben gesehen und gehört.
darfst du aussprechen, was wehgetan hat – und auch, was euch verbindet.
kommst du innerlich in Bewegung, dein Herz kann sich öffnen.
darfst du Entlastung spüren und ein erstes Aufatmen erleben.
Als Mutter oder Vater:
kannst du deinem Kind zuhören und da sein, ohne dich rechtfertigen zu müssen.
beginnst du, dein Kind von innen heraus zu verstehen.
erkennst du, was hinter Rückzug oder Wut liegt.
darfst du Entlastung erleben.
Für euch beide:
dürfen sich eure Rollen wieder ordnen, ohne Schuld.
dürfen eure Geschichten geteilt und verstehbar werden.
können Zusammenhänge über Generationen hinweg sichtbar werden.
Was daraus wachsen kann:
dürfen Nähe, Echtheit und Tiefe entstehen.
kann eure Liebe wieder freier fließen.
wirkt die Entlastung weiter – in eure Familie hinein, nach vorn und nach hinten in die Generationen.
So wird Verbindung wieder möglich.
Meine Mutter und ich ziehen Resümee
Was hat sich nach unserem Generationendialog verändert, den wir bei Bösels in der Gruppe im Generationen-Workshop gemacht haben?
Familiendialog-Erinnerungen
Stimmen aus der Praxis
“Vor dem Familiendialog habe ich mein Herz aus Angst vor Verletzung zu gemacht und habe das Nehmen verweigert. Jetzt macht es uns beide glücklich, wenn sie mir Liebe geben kann und ich endlich JA dazu sage und sie nehmen kann. Es ist, als sage ich erst jetzt richtig JA zu meinem Leben. In mir ist es so viel leichter, seit ich von Mama nehme.
Es fühlt sich so richtig an." A.B. aus Hamburg
So kann der Familiendialog euch entlasten und verbinden
Was, wenn es für Eltern schwer ist, den Schmerz ihres Kindes zu hören?
Es ist nachvollziehbar, dass Gefühle wie Schuld oder Scham auftauchen können, wenn Eltern hören, dass es für ihr Kind nicht nur gute Erfahrungen gab – auch wenn sie damals ihr Bestes gegeben haben. Im Dialog geht es nicht um Schuld. Entscheidend ist, dass das Erleben des Kindes im Heute gehört werden kann. So kann sich alter Schmerz lösen und neue Nähe in einer stimmigen Ordnung wieder möglich werden.
Was, wenn ein Kind sich verantwortlich fühlt?
Dann gerät die natürliche Ordnung ins Wanken. Ein Kind kann die Verantwortung für die Gefühle eines Elternteils nicht tragen. Es zieht sich zurück, wird wütend oder verliert sich im Kümmern. Im Dialog wird diese Dynamik sichtbar und neu geordnet. So kann Entlastung entstehen und Verbindung in einer stimmigen Ordnung wieder möglich werden.
Was, wenn die Sehnsucht der Eltern groß ist, vom Kind gehört zu werden?
Diese Sehnsucht ist menschlich und oft in eigenen Mangel-Erfahrungen begründet. Gleichzeitig sind Kinder nicht dafür zuständig, diese zu erfüllen. Im Dialog wird diese Dynamik geklärt und emotional begleitet. Das Elternteil wird gehalten und das Kind entlastet. So kann sich der Kontakt neu ordnen und Verbindung in einer stimmigen Ordnung wieder möglich werden.
Spür mal rein:
Welche Darstellung fühlt sich stimmig an?
Was wirkt entlastend – was fühlt sich eng an?
Wenn du fühlst, wo es eng wird, bist du schon mitten im Prozess.
Den nächsten Schritt gehen wir gemeinsam.
Wer fragt wen?
Manchmal sind es erwachsene Töchter und Söhne, die ihre Eltern fragen, weil sie sich auf eine neue Weise verbinden möchten. Sie wünschen sich, gesehen, gehört und angenommen zu werden. Oft geht es darum, etwas auszusprechen oder zu klären, was in den gewohnten Mustern bisher nicht möglich war.
Manchmal sind es die Eltern, die ihr Kind einladen, weil sie spüren, dass sie es nicht wirklich erreichen. Sie möchten verstehen und ihre Liebe und Wertschätzung ausdrücken.
Für erwachsene Kinder
So kannst du deine Mutter oder deinen Vater fragen, ob er oder sie mitkommt
Das fragst am besten persönlich und live, nicht per WA, Mail oder Telefon.
Vielleicht hast du Sorge, dass Mutter oder Vater nie mitkommen - viele Kinder irren sich. Häufig kommt es darauf an, wie du sie fragst -
ob als Bitte aus dem Herzen oder oder als wütender “Berater” der Eltern - “Wir müssten mal….” - “Würde dir auch gut tun...”Gern unterstütze ich dich, bevor du dein Elternteil fragst. Melde dich , wenn du einen Familiendialog mit einem Elternteil machen möchtest.
Hier Beispiele für dich als erwachsenes Kind, wie du fragen kannst - wandele die Worte gern in deine um.
Liebe Mama/Papa,
ich tue oft so, als wäre alles gut für mich mit uns oder als weiß ich es besser als du oder als bräuchte ich dich nicht.
Wenn ich ehrlich bin, habe ich eine Sehnsucht nach Verbindung zu dir.
Ich merke, wie wichtig du mir bist und wie verletzbar ich bei dir bin und wie sehr ich mir Frieden zwischen uns wünsche.
Ich möchte dich bitten, mir zu helfen, diese Dinge, die zwischen uns stehen, aufzulösen.
Es kostet mich Mut, dich das zu fragen. Ich bitte ich dich darum, mit mir zum Systemischen Familiendialog zu kommen.
Ich wünsche es mir von Herzen. Es wird ein Dialog zwischen dir und mir und ich freue mich von Herzen, wenn du mir diesen Wunsch erfüllst. Es wird ein geschützter Raum für uns beide sein, wo ich dir einmal sagen kann, was ich dir noch nie gesagt habe und auch du mir Dinge von früher erzählen kannst, die du mir noch nicht erzählt hast. Danke.
Liebe Mama, Lieber Papa,
ich merke, dass ich mich manchmal einfach sehr schwer und energielos fühle. Und ich habe die Hoffnung, dass wenn ich mit dir als mein Papa noch näher rücke, als wir schon sind, dass mir das richtig gut tun könnte.
Und ich habe von einer von einem Dialog erfahren, durch dem man begleitet wird, der ein eben ja stärkt auch in der Papa-Tochterbeziehung und da wollte ich dich bitten, ob du mit mir dahingehen könntest.
Das wünsche ich mir so sehr.
Würdest du das machen?“
Oder ganz einfach: „Ich wünsche es mir von dir zum Geburtstag/zu Weihnachten.“
(in Anlehnung an E. Post)
Liebe Mama, Lieber Papa,
neulich haben wir uns so schön miteinander unterhalten und das hat mir viel gegeben. Das habe ich hinterher gemerkt.
Ich habe mich verbunden mit dir gefühlt. Und ich konnte mich so voller Energie durch die Woche gehen. Das hat mich richtig getragen. Und davon möchte ich so gerne mehr!
Und weißt du, ich habe von einem Angebot gehört, wo Eltern und erwachsene Kinder in einem Dialog begleitet werden und miteinander darüber reden, wie es so miteinander war und was wir uns auch wünschen miteinander.
Und das wäre mir so wichtig, dass wir beide das machen. Kannst du dir das vorstellen?“
Für Eltern
So kannst du dein Kind fragen, ob es mitkommt.
Das fragst am besten persönlich und live, nicht per WA, Mail oder Telefon.
Vielleicht hast du Sorge, dass dein Kind nicht mitkommt. Häufig kommt es darauf an, wie du fragst -
ob als ein Elternteil, das sich für das Kind eine Erleichterung wünscht oder als ein Elternteil, das unbewusst vom Kind von einer vemeintlichen Schuld frei gesprochen werden möchte oder das sich beim Kind einmal ausweinen möchte.Gern unterstütze ich dich, bevor du dein Kind fragst. Melde dich , wenn du einen Familiendialog mit deinem Kind machen möchtest.
Hier Beispiele für dich als Mutter oder Vater, wie du dein erwachsenes Kind fragen kannst - wandele die Worte gern in deine um.
Mögliche Form der Bitte:
„Mein/e liebe/r Tochter/Sohn, ich habe von einem Angebot gehört, an dem Eltern und Kinder, also auch wir beide als Mutter/Vater und Tochter/Sohn, sich begleiten lassen können, um dem Kind mehr Stärke, Freiheit und Leichtigkeit für das Leben zu geben. Das ist ein Dialog. Es sind drei bis fünf Treffen und da habe ich gedacht, ob das vielleicht auch was für dich und mich sein könnte? Als dein/e Mama/ Papa möchte ich so gerne mein Bestmöglichstes für dein Leben geben, dass du wirklich frei und gleichzeitig gestärkt und erfüllt in dein Leben gehen und dein Leben führen kannst. Kannst du dir das vorstellen? Möchtest du das?“
